Asthmatiker > Asthma

Ich will hier nur kurz einen solchen Anfall beschreiben. Es war nachts um ca. 4 Uhr. Ich wachte auf, da mich die Verspannung in den Bronchien weckte und mein Zustand doch sehr schlecht aber noch selbst kontrollierbar war. Ich nahm mein Aerosolspray, konnte aber nicht mehr weiter schlafen, deshalb stand ich auf und ging in das Wohnzimmer um mir den Fernseher einzuschalten und mich etwas abzulenken. Es dauerte eine weile und dann wurde das Asthma akuter, das Spray half nicht mehr. Ich nahm also eine weitere Dosis und dann schon nach einigen Minuten die nächste. Ich mußte ein weiteres Medikament (Euphilin) zu dieser Zeit  2 m täglich nehmen und auch das brachte mich nicht weiter. Auf einmal entwickelt sich mein zustand so sehr, daß ich ihn nicht mehr unter Kontrolle hatte. Die Nerven spielten total verrückt. Es entwickelte sich ein Stau und ich hatte das Gefühl von ganz extremer Eile, als müsse ich nun immer intensiver und schneller einatmen und gleichzeitig ebenso intensiv diese Atmung hemmen und Verhindern.

Man kann dieses Gefühl fast nicht beschreiben, so traumatisch war es. Es empfand sich so als ab man eine Knoten immer fester zuzieht, ihn aber in Wirklichkeit lösen will. Desto mehr man ihn lösen will, desto mehr zieht er sich weiter zu. Es war die totale Katastrophe, eine solche Intensität hatte ich in den letzten 15 Jahren meiner Asthmatiker-Karriere nicht erlebt. Der Brustkorb ließ sich keinen Millimeter mehr dehnen, ebenso wenig wie er sich zusammenziehen konnte. Es war ein absoluter Stillstand eingetreten in dem sich diese extreme Steigerungsenergie und gleichzeitige Hemmenergie der Nerven weiter fortsetzte. Die Eile die ich verspürte steigerte sich weiter und aus dieser Eile entwickelte sich Panik, ich dachte mir “nun ist es soweit, nun ist es vorbei” ich empfand ganz deutlich nun sterben zu müssen. Ich dachte in dieser Situation an einen Bekannten, der erst vor kurzer Zeit in einen Fahrstuhl stieg und sein Aerosolspray vergessen hatte. Auch er hatte einen akuten Asthmaanfall und einen totalen Stillstand und verstarb.

Ich bekam eine solche Panik und Todesangst, die verursachte, daß sich meine Blutgefäße ganz zusammengezogen hatten, Hände und Füße zitterten und ein intensives lösendes Gefühl durchdrang meinen Körper. Die Todesangst hatte dem Organismus einen Hormon- und nervalen Stoß gegeben, daß sich die Blockade nach und nach auflöste und ich mich so langsam bis zum Morgen durchschleppte, bis ich dann ins Geschäft ging und es mir dann langsam wieder besser ging.

Im Geschäft ging es mir ja in letzter Zeit immer einigermaßen gut, kam ich nach Hause, so verschlechterte sich mein Zustand und was ja bei einem Asthmatiker ganz normal ist, daß er nachts mehr Probleme hat als am Tag. Man gewöhnt sich an diese Krankheitsmuster, akzeptiert sie mit der Zeit und nimmt sie als gegeben und normal hin. Das ist ein großer Fehler.

Da ich ständig mit dem Internisten in Kontakt stand, wechselte ich das Mittel, das einige Tag ganz gut half, aber danach war ich wieder dort wo ich vorher war und das schon 4 Monate ohne nennenswerte Erfolge. Eine Woche später, konnte ich wegen des Asthmas wieder Nachts nicht schlafen und begab mich in das Wohnzimmer. Die gleiche Geschichte nur mit dem Unterschied, daß ich solch eine Nacht nicht noch mal erleben wollte wie zuvor beschrieben. Es entwickelte sich wieder eine Situation in der sich die nerven zusammenzogen und ich ebenso die Kontrolle über mein Asthma verlor. Es war wieder ein akuter Anfall, ich rief meiner Frau, die sofort aufstand und den Notarzt anrief. Erst kamen 3 Sanitäter, dann kam der Notarzt. Eine Infusion wurde gesetzt und ich erhielt zusätzlich noch zu den Medikamenten Cortison und Euphilin. Nach einer Stunde war dann alles wieder im Lot meine Frau war aber in der Zwischenzeit , durch die ganze Aufregung ohnmächtig geworden und die Sanitäter mußten sich auch um sie kümmern.

Es ist auch für die angehörigen eines Asthmatiker nicht leicht, diese Krankheit zu verarbeiten da die Einschnitte in das gesammte Leben doch sehr groß sind.

Der letzte große Zwischenfall war dann eine Woche später, als meine Sohn von einer Ferienreise zurückkam, wo es ihm gesundheitlich sehr gut ging. Er hat immer mit den Bronchien Probleme und war als hyperkinetisch diagnostiziert und besuchte deshalb eine Schule, die besser auf seine Probleme eingerichtet war, als das bei einer Regelschule der Fall gewesen wäre.

Es hatte Zuhause eine starke Bronchitis bekommen und sein Zustand war am Wochenende besonders akut geworden, daß er fast keine Luft mehr bekam und nur noch röchelte. Er hatte einen Pick-Flow-Wert von unter 100 (normal 275) und röchelte in der Lunge deutlich und bei jedem Atemzug. Wir riefen den Notarzt, der dann auch gleich feststellte, daß ich selbst wieder extrem belastet war was auch stimmte und verschrieb uns beiden ACC 600 und mir noch ein Notfallspray für den Ernstfall, das wie er sagte die Feuerwehr ist. Dieses Notfallspray sollte ich nur anwenden, wenn wieder eine Situation eintritt, die den Notarzt erfordert, denn wenn dieses Spray nicht mehr hilft, dann besteht Lebensgefahr, deshalb sollte ich ganz besonders rar damit umgehen. So ähnlich stand es auch in der Gebrauchsanleitung.

Trotz dreier starker Medikamente mußte ich nach 10 Tagen dieses Notfallspray benutzen und mußte zu meinem Schrecken feststellen, daß es fast nicht half, nur so daß ich wieder mal die Nacht überstand. Es war für mich allerletzte Eisenbahn ganz extrem etwas zu tun. Ich hatte lebensgefährliche zustände, meine Sohn hatte ständig Probleme mit den Bronchien. Meine Frau nahm ebenfalls ACC, da bei Ihr die Nase ständig verstopft war. Für mich war nun klar es mußte etwas in der Wohnung sein. Alle allergenen Stoffe waren beseitigt, keiner rauchte in meiner Gegenwart usw. Ich war mir sicher daß die Ursache für meine Probleme ganz sicher nicht etwas Allergenes sein mußte, sondern etwas Strukturelles. Ich war mir auch zu dieser Zeit sicher, daß die Allergene nicht die Ursache sind, sondern daß die Allergien aufgrund meines Ungleichgewichtes und die starken Medikamente entstanden und vorhanden sind. Ich war gegen fast alles allergisch ohne vielleicht eigentlich allergisch zu sein. Ich kam dann auf den richtigen Weg durch ein kleines Mißgeschick. Ich hatte bei meinem nächtlichen Einsatz versehentlich etwas Notfallspray auf die Haut bekommen und mußte feststellen, daß dort die Haut gänzlich austrocknete und zu jucken begann und jeden abend erneut auftrat. Wir hatten im Schlafzimmer und im Wohnzimmer Teppichböden. Im Schlafzimmer wurde inzwischen ein Laminatboden gelegt. Zur gleichen Zeit entfernte ich im Geschäft im Keller die Teppichböden, denn auch wenn ich mich dort aufhielt, dann kribbelte es plötzlich auf der Haut, selbst unter der Bekleidung. Ich wurde nun immer sensibler je mehr ich darauf achtete. In jeden Raum, indem ich die Teppichböden entfernte fühlte ich mich danach immer sehr wohl. Auch im Wohnzimmer stellte ich nun immer mehr dieses Kribbeln fest. Es waren erst die Läufer aus Schurwolle (je dicker sie waren desto intensiver kribbelte es), die mich extrem belasteten. Dann stellte ich ein Wohlempfinden auf Läufern fest, die aus Kashmir-Seide waren. Es ging weiter, ich wurde immer sensibler und konnte deutlicher die Stellen wahrnehmen, die mich belasteten. Ich nahm deutlich die Wärme war, wenn ich mich auf den verschiedenen Teppichböden befand und diese wärme war mein Problem, sie konnte ich nicht ertragen. Auf den Fließen in der Küche dagegen fühlte ich mich am Besten.

Wenn ich in einem Zimmer am Fenster direkt stand, dann spürte ich die wohltuende und entspannende Kälte und frische, dagegen wenn ich nur 30 cm ins Zimmer trat, dann empfand ich die dicke hemmende Wärme der Teppiche. Je mehr belasteter ich war, desto intensiver reagierte ich auf alles. Baute sich die Spannung ab, dann reagierte ich ganz differenziert auf die einzelnen Teppiche und Teppichböden. Es war wie ein Spießrutenlaufen. Jedoch merkte ich, wie sich nach und nach diese starke nervale Empfindung auflöste  je mehr Negativ-Teppiche ich beseitigte. Am Ende deckte ich vorsichtshalber mal den großen Teppichboden im Wohnzimmer ganz ab und dann trat auch eine massive Besserung und eine Normalisierung meines Asthmas wieder ein.

Es bestehen zwei grundsätzliche und grobe Wirkungen von Teppichböden aus, deren Einwirkung auf das vegetative Nervensystem ich heute sehr gut verstehe und auch die Zusammenhänge zwischen Veränderungen der Bronchien und der Nasenöffnung.

Was meine Erfahrungen betrifft erhöht sich die Empfindlichkeit dann am Meisten, wenn allergene Ursachen nicht erkannt werden und starke Medikamente eingenommen werden, die auf das Immunsystem einwirken. Die Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Wirkungen über Teppichböden scheint durch die eingenommene Menge verschiedener Medikamente zu steigern.

Schon leichte Erkältungsmittel können diese Empfindlichkeit steigern und auch bei Stoffen, die am Körper getragen werden ihre Wirkung zeigen.
Warum konnte ich die Spannungsstruktur der Luft wahrnehmen?

Durch die starke Polarisation der Haut und der Bronchien wirkten alle Positionen die einen Reiz ausüben in einer Art Differenzwahrnemung. Das heißt die Differenz in den Bedingungen schafft eine jeweils entspannende oder weiter steigernde Reaktion. Beim betreten eines Raumes mit starker Luftblockierung verstärkte sich die Sympatiko/Parasympathiko-Aktivierung, dagegen beim betreten eines weniger (mittlerer Belastung) belasteten Raumes verminderte sich diese Wirkung. Befand ich mich zuvor in einem unbelasteten Raum, dann war bei geringer Belastung bereits eine Wirkung wahrzunehmen. Das Aufputschen der Nerven war deutlich wahrzunehmen und ich hatte das Gefühl wie ein Meßgerät zu funktionieren. So konnte ich dann, je stärker meine Grundbelastung war feinste Wirkungen von Stoffen spüren, die auf mich einwirkten.                    Weiter gehts ein anderes mal - bis bald!

Fortsetzung: Meine Geschichte

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