Die Verhinderung der Bronchitis
Steuerung der Atmungsinnovation
In vielen alten Heilweisen der Völker findet man immer wieder Hinweise, bei denen es besonders darauf ankommt, möglichst wenig Atemzüge zu machen. Das Absenken des Atmungsniveaus scheint nicht nur für den Asthmatiker eine wichtige Rolle zu spielen. Es muß eine Vorteil damit verbunden sein, wenn man weniger atmet. Aber worin liegt der Vorteil?
Das größte Problem beim Absetzen der Medikamente, die man als Asthmatiker bekommt, lag bei mir darin, daß sich nach dem erfolgreichen kurzfristigen Absetzen der Medikamente immer nach sehr kurzer Zeit eine Bronchitis und damit auch eine spastische Atmungslähmung einstellte. Da blieb mir immer wieder letztendlich nur der Ausweg, wieder Medikamente zu nehmen. Das Problem das diese Bronchitis und den anschließenden Spasmus verursachte, lag in einer zu intensiven und einseitig verstärkten Einatmung. Durch das ständige einziehen der Luft in die Atemwege, wurden diese wahrscheinlich unterkühlt und entzündeten sich dadurch sofort wieder. Die Bronchien verengten sich weiter und es kam damit zu einer noch stärkeren Belastung der Atemwege usw.

Tagsüber hatte ich da keine Probleme. Die Probleme traten immer nachts auf, wenn ich schlief. Im Schlafzustand besteht keine Kontrolle eine entsprechende Stellung einzunehmen und den Mund zu schließen um die Nasenatmung durchzuführen. Wenn ich nach einigen Stunden schlaf immer nachts aufwachte, lag ich auf dem Rücken und atmete durch den Mund und damit trockneten die Bronchien aus und entzündeten sich. Ich konnte diesen Kreislauf nicht durchbrechen. Eine Möglichkeit dieses überhöhte Atmungsbedürfnis abzusenken lag darin, indem ich oft nachts im Bett saß und versuchte auch so zu schlafen. Viele Asthmatiker die ich gesprochen habe kennen diese Problem. Auch das Aufstützen der Arme bringt oft eine leichte Entlastung. In fast allen Büchern die sich mit Asthma befassen wird dies erwähnt. Also hatte ich schon immer die Vorstellung, daß es da doch Möglichkeiten geben muß, auf natürliche Weise das Atmungsniveau abzusenken.  Sich einfach entspannen und weniger zu atmen, das wäre schön, klappt aber bei einem Asthmatiker nicht. Jedes willentliche Eingreifen in die Atmung, hat immer eine Verschlechterung derselben zur Folge.

Medikamente die man nimmt, haben in der Regel die Wirkung, daß sie einerseits die Entzündung der Bronchien verbessern, sie zum Abschwellen bringen. Die zweite Wirkung liegt darin, das sich der Krampf in der Atmung löst und sich das Atmungsbedürfnis absenkt.
Drei Beobachtungen waren letztendlich maßgebend für das Erkennen einer Körperstellung, die dazu führt, daß sich das Atmungsniveau absenkt und sich damit entzündete Bronchien wieder lösen können.

Meine Frau hatte im Schlaf sehr häufig ein überhöhtes Atmungsbedürfnis, was sich aber bei ihr besonders in einer zu starken Ausatmung zeigte. Wenn sie im Schlaf die Stellung der Gliedmaßen veränderte, oft nur einen Fuß anders in Stellung brachte, war die Atmung augenblicklich nicht mehr zu hören.
Auch die Beobachtung mit den Pferden und den Fußstellungsvarianten, von denen ich ausging, daß sie eine Auswirkung auf die Krankheitsanfälligkeit der Pferde haben.
Eine weitere Beobachtung hatte ich durch die Beobachtung von Libellenlarven gemacht. Ich hatte eine Untersuchung vorgenommen um festzustellen, wie Larven überwintern und überleben, wenn im Spätsommer kleine Waldtümpel kurzzeitig austrocknen.
Viele Larven können dann nicht überleben, vor allem wenn sie am Boden des Tümpels geblieben sind und durch die noch sehr starke Mittagssonne austrocknen. Einige dieser Larven nahmen dabei eine merkwürdige Stellung ein. Die Beine der einen Körperseite waren gestreckt, während die Beine der gegenüberliegenden Körperseite angewinkelt waren. Ich hatte mir seinerzeit sehr viele Gedanken über diese merkwürdige Haltung gemacht und bin dann irgendwie auf die Idee gekommen, daß diese asymmetrische Anwendung der Körperseiten eine bestimmte Bedeutung haben mußte. In diesem Stadium ist was wichtigste für die Larve um überleben zu können, daß sie ihre Lebensaktivitäten möglichst weit absenken um den Wasserverlust im Körper so gering wie möglich zu halten. Letztendlich entwickelte ich aus dieser Beobachtung heraus die Übung, die ich dann immer wieder verwendet hatte, um mein Atmungsniveau abzusenken. Und dies noch heute erfolgreich tue, wenn ich beim Aufwachen merke, daß die Bronchien etwas entzündet sind.

Die Anwendung der Übung
Die Anwendung erfolgt bei mir immer am Morgen oder in der Nacht, wenn ich aufwache und merke, daß eine Belastung der Bronchien besteht und ich sehr stark atmen muß. Ich nehme die Stellung ein, eine Zeit lang rechts, nach einigen Minuten wechsle ich nach links usw. bis sich die Atmung beruhigt oft augenblicklich absenkt. Meist dauert es dann 15 bis 30 Minuten, bis meine Bronchien wieder frei sind.

Die Körperhaltung bei der Übung
Arm und Bein der einen Körperseite (links) werden ganz ausgestreckt nach unten gehalten, während der gegenüberliegende Arm (rechts) gewinkelt nach außen gesteckt wird, so daß Oberarm und Schulter eine Linie bilden. Das Bein derselben Seite (rechts), wird extrem angewinkelt und fast ganz bis zu dem angewinkelten Ellenbogen hochgezogen.

Natürlich mache ich die Übung meist nicht mehr so exakt und streng nach diesem Schema. Ab und zu entsprechende Abweichungen bringen auch mal zwischendurch gute Ergebnisse. Durch die längere Anwendung kommt es immer häufiger vor, daß schon die Andeutung der Übung eine Wirkung zeigt.

Weitere Wirkungen der Übung
Das Problem der übersteuerten Atmung bewirkt meines Erachtens nicht nur Bronchialasthma oder Bronchitis, sondern kann auch ganz andere Folgen haben. Der Körper versucht sich gegen ein überhöhtes Atmungsniveau sicher vielfältig zu schützen. Bedenkt man, daß durch zuviel Atmen zuviel Sauerstoff in den Körper gelangt, dann wäre es auch nicht verwunderlich, wenn der Organismus mit veränderten Hormonspiegeln reagiert um dies abzublocken. Eisenmangel könnte dann leicht die Ursache haben, diese überhöhte Sauerstoffzufuhr zu blockieren usw. Durchdenken wir viele andere Probleme und Regulationsstörungen, läßt sich überall ein denkbarer Weg des Zusammenhangs mit einem überhöhten Atmungsniveau aufzeigen.
Geht man davon aus, daß dieses überhöhte Atmungsniveau fast immer durch Streßsituationen verstärkt wird, dann wäre dies für jeden einleuchtend, daß Streß dann letztendlich eine Ursache, für fast alle Regulationsveränderungen im Organismus mit bewirken
kann.

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